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Welche Fette sind gut und welche Fette sind schlecht für meinen Körper?

Welche Fette sind gut und welche Fette sind schlecht für meinen Körper?

Lange Jahre wurde Fett in Lebensmitteln in eine Art Sippenhaft genommen. Der einhellige Tenor lautete: Fett macht fett! Mittlerweile hat sich diese Sichtweise zu Recht relativiert. Es gibt nämlich auch Fett, das keineswegs dick oder krank macht, sondern die Gesundheit stärkt und die Lebensqualität erhöht.

Beim Kauf von Lebensmitteln lohnt daher immer ein Blick auf die Nährwertangaben und die Art des enthaltenen Fettes, damit Sie Gesund durch das Leben gehen und nicht zu den dicken Fettmachern greifen.

 

(Körper-)Fett differenziert betrachten

Fett ist besser als sein Ruf. Fett isoliert gegen Kälte, polstert empfindliche Körperstellen und ist der beste Energiespeicher für Ausdauerleistungen. Fett ist aber auch ein wahrer “Teufel”, weil es die Entstehung von Krankheiten fördert und in letzter Konsequenz in Kombination mit körperlicher Inaktivität einer der größten Zivilisationskiller ist.

Grundsätzlich ist es für jeden Menschen empfehlenswert, einen niedrigen Körperfettanteil zu haben. Männer sollten sich laut den gängigen Empfehlungen der wichtigsten Gesundheitsorganisationen zwischen 10 und 25 Prozent einpendeln, bei Frauen gelten Werte zwischen 21 und 35 Prozent als normal.

Das große Aber: Auch ein Mann mit beispielsweise lediglich 12 Prozent Körperfettanteil muss nicht zwangsläufig gesünder leben als ein Mann mit 24 Prozent Körperfettanteil. Zwar ist das doppelt so hohe Körperfett bei Proband 2 ein Risikofaktor, doch mitunter ernährt sich letzterer bewusster, indem er auf “gute” Fette setzt. Doch was sind diese guten Fette überhaupt?

 

“Böse” Fette = gesättigte Fette

Fette gibt es in gesättigter und ungesättigter Form. Gesättigte Fette sind überaus energiereich und gelten als einer der Hauptauslöser von Gefäßschäden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und das gefährliche Viszeralfett. Vereinfacht werden sie oft als die so genannten “bösen Fette” zusammengefasst.

Gesättigte Fettsäuren erkennt man sehr gut daran, dass sie bei Zimmertemperatur in der Regel eine feste Form annehmen. Zu ihnen zählen Butter, Schmalz, Hartkäse oder Wurst. Außerdem sind gesättigte Fette in vielen Fast-Food-Gerichten enthalten.

Körperfettanteil messen und kontrollien: Es ist für Ihre Gesundheit besonders wichtig, dass Sie Ihren Körperfettanteil ermitteln und regelmäßig überprüfen. Dazu eignet sich z.B. eine Körperfettwaage wie die Omron BF511, die wir in diesem ausführlichen Test vorgestellt haben.

 

“Gute” Fette = ungesättigte Fette

Im Gegensatz dazu leisten ungesättigte Fettsäuren der Gesundheit sogar wertvolle Dienste. Ungesättigte Fettsäuren schützen unter anderem die Blutgefäße und das Herz. Zudem unterstützen sie die Immunabwehr.

Man unterscheidet ungesättigte Fettsäuren in einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fette. Einfach ungesättigte Fette befinden sich beispielsweise in vielen Nüssen, Samen, Avocados oder Oliven.

Mehrfach ungesättigte Fette, zu denen die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren zählen, sind beispielsweise in Raps-, Lein- und Walnussöl sowie in vielen Hochseefischen (etwa Anchovis, Makrele, Hering, Lachs, Thunfisch) enthalten.

Einfach und vor allem mehrfach ungesättigte Fette sollten in verschiedenen Formen täglich auf Ihrem Speiseplan stehen. “Gute” Fette sind in der Regel pflanzlichen Ursprungs und bei Raumtemperatur im Normalfall flüssig.


Bildnachweis: Thinkstock / tinalarsson